08.03.2021 07:00

Software, die getestet wird

Unsere Softwaretesterin Anna steht für Qualitätssicherung

Lesezeit: 4:00 Minuten

Bevor unser AMCON-System das Haus verlässt, muss unsere Software auf Herz und Nieren geprüft werden. Bei uns macht das Softwaretesterin Anna. Eigentlich ist sie Maschinenbauingenieurin, hat aber auch Informatik studiert. Sie ist eine ISTQB Certified Testerin und hat unterschiedliche Testprozesse und Tools bei uns etabliert. Als erste und bisher einzige Softwaretesterin bei AMCON gibt sie einen Einblick, womit sie sich die meiste Zeit beschäftigt.

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Das wichtigste in Kürze:

Zur Qualitätssicherung prüft Softwaretesterin Anna unser AMCON-System, bevor es an die Kunden ausgeliefert wird. Dabei benutzt sie unterschiedliche Testverfahren und Tools und hat den Bereich Softwaretesting bei uns erst richtig aufgebaut. Anna kommt am Ende des Scrum-Prozesses ins Spiel, wenn die Entwickler den Komponententest abgeschlossen haben und bevor die Software an den Kunden ausgeliefert wird. Dafür wendet sie unterschiedliche Tools und Testverfahren an und arbeitet unter anderem mit Katalon Studio, um API-, Web-, Mobil- und Desktopanwendungen zu testen. 


„Program testing can be used to show the presence of bugs, but never show their absence“, sagte der niederländische Informatiker Edsger W. Dijkstra einmal. Übersetzt bedeutet es, dass das Testen eines Programmes zwar die Existenz von Fehlern zeigen kann, aber niemals das Nichtvorhandensein. Das liegt daran, dass man alle möglichen Buchstaben-, Zahlen- und Zeichenkombinationen in jeder Eingabemaske in allen möglichen Kombinationen testen müsste, was natürlich bei den meisten Testobjekten praktisch unmöglich ist. Deshalb gibt es unterschiedliche Testkonzepte und -strategien, die sich damit beschäftigen, wie man mit wenigen Testfällen eine möglichst hohe Testabdeckung erreichen kann.

Die verschiedenen Phasen des Testings

Insgesamt unterscheidet man beim Testen von Software vier unterschiedliche Teststufen: Komponententest, Integrationstest, Systemtest und Abnahmetest. Den Komponententest oder auch Unittest übernehmen die Softwareentwickler selbstständig, um die technische Lauffähigkeit nachzuweisen und zu schauen, ob korrekte Ergebnisse angezeigt werden. 

Danach kommt Anna ins Spiel. Sie kümmert sich um die Integrationstests und die Systemtests. Bei den Integrationstests achtet sie darauf, dass beispielsweise das Modul für die Aboverwaltung richtig mit dem Tarifmodul kommuniziert und die richtigen Daten an der richtigen Stelle eingelesen und geladen werden. Das ist wichtig, damit man im Hintergrundsystem sehen kann, in welchem Tarifgebiet oder in welchem Geltungsraum das Jobticket gültig ist. Sie prüft also, ob unterschiedliche Komponenten, die von verschiedenen Entwicklern programmiert wurden, richtig miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. 

Bei den Systemtests überprüft Anna das gesamte System mit echten Daten in einer realistischen Umgebung, bevor es an den Kunden ausgeliefert wird. Erst wenn unsere Software diesen Test besteht, kann sie ausgeliefert werden.

Anforderungen an die Software

Wenn ein Kunde das AMCON-System mit den speziell auf ihn zugeschnittenen Modulen bestellt, dann hat er klare Vorstellungen davon, was die Software alles leisten soll. Dazu führen unsere Projektleiter in Abstimmung mit dem Kunden sogenannte Pflichtenhefte, in denen alle Anforderungen genau dokumentiert und festgehalten werden. Deshalb arbeitet Anna immer eng mit den Projektleitern zusammen. 

Ein Beispiel:

Der Kunde möchte in seiner Datenbank Fahrgäste verwalten und legt dafür zu jedem Kunden eine Kundennummer an. Diese besteht aus einem 10-stelligen Zahlencode. Bei dieser Anforderung muss der Entwickler darauf achten, dass in dem Feld wirklich nur 10 Zahlen eingetragen und dass weder Buchstaben noch Sonderzeichen eingegeben werden können. Weiterhin muss der Entwickler darauf achten, dass keine Fehler im System verursacht werden, sollte sich einmal jemand vertippen. Solche Dinge testet Anna und hat dafür verschiedene Tools und Strategien zur Hand. 

Den Abnahmetest übernimmt dann der Kunde, der nach Auslieferung auch noch einmal zwei bis drei Wochen testet, ob die Software so funktioniert, wie er sich das vorgestellt hat. Danach folgt die Gesamtabnahme. 

Tools und Testverfahren

Anna arbeitet unter anderem mit der Automatisierungstestlösung Katalon Studio. Diese Software basiert auf den Open-Source-Automatisierungsframeworks Selenium, Appium mit einer speziellen IDE-Schnittstelle für das Testen von API-, Web-, Mobil- und Desktopanwendungen. Zum Testen zerlegt sie den Code in kleine Units – also in die kleinsten zu testenden Software-Einheiten. Ist hier alles in Ordnung werden mehrere Units zu einer Gruppe kombiniert und dann getestet. 

Findet Anna in der Software Bugs – so nennt man Softwarefehler – dokumentiert sie das und stellt den Entwicklern Tickets über Jira ein, damit sie die Fehler beheben können und die Änderungen in die nächsten Releases einfließen. Aktuell arbeitet sie sehr viel mit dem Team Abo zusammen und steht in enger Absprache mit Teamleiter Jonas und Produktmanager Alexander.

Neben Tools – wie Katalon Studio – arbeitet Anna auch mit verschiedenen Prüftechniken und Methoden, wie statischen und dynamischen Tests oder auch Spezifikationstechniken. 


Da wir natürlich viel mehr Teams haben, braucht Anna Unterstützung. Wenn Du Dich also mit der Konzeptionierung und Umsetzung von automatisierten Testverfahren auskennst und daran mitwirken möchtest, dass unsere Software unseren hohen Maßstäben gerecht wird, dann schau mal in unseren aktuellen Stellenangeboten vorbei

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