Ungehinderter Datenfluss zwischen Vertriebssystemen

Messe-News zur IT-TRANS 2016

Karlsruhe: Mit der herstellerunabhängigen Standardschnittstelle (HUSST) soll die Datenübertragung in ÖPV-Vertriebssystemen einfacher werden. Auf der Fachmesse IT-Trans, die vom 1. bis 3. März in Karlsruhe stattfindet, können sich Verkehrsbetriebe und Hersteller über die Vorzüge und Einsatzmöglichkeiten des offenen Standards informieren.

Der Öffentliche Personenverkehr in Deutschland ist ein Flickenteppich – nicht nur bei den Tarifen, sondern auch bei den Datenformaten der Vertriebssysteme herrscht eine nahezu unüberschaubare Vielfalt. Diese erschwert z.B. die Kommunikation zwischen Fahrkartenautomaten, Online-Ticketshops und Hintergrundsystemen, sobald verschiedene Hersteller involviert sind. Mit unerfreulichen Folgen für die Anwender: Wenn ein Gerät oder eine Software nicht mehr dem Stand der Technik entspricht, eine neuere Version vom selben Lieferanten jedoch nicht erhältlich ist, kann ein Verkehrsunternehmen nicht ohne Weiteres zu Produkten anderer Hersteller greifen. Die einzige Lösung ist in solchen Fällen oft der Austausch des kompletten Systems – mit entsprechend höherem Kostenaufwand.

HUSST verspricht Abhilfe aus diesem Dilemma: Der von den Hard- und Softwareherstellern AMCON, highQ Computerlösungen und krauth technology gemeinsam entwickelte offene Standard soll einen herstellerunabhängigen Aufbau von ÖPV-Vertriebssystemen ermöglichen. Seit der ersten Vorstellung im Jahr 2010 ist HUSST, insbesondere in E-TicketingAnwendungen, mittlerweile zum De-facto-Standard geworden und bereits bei mehreren – kleinen wie großen – Verkehrsunternehmen im Einsatz. Im HUSST-Forum, das unter dem Dach des Fachverbands TelematicsPRO e.V. angesiedelt ist, wird der Schnittstellenstandard stetig weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst.

Von der Kompatibilität von Geräten und Systemen unterschiedlicher Hersteller profitieren im Übrigen nicht nur die Anwender von ÖPV-Lösungen, sondern auch die Anbieter selbst: Denn mit HUSST sind ihre Produkte vielseitiger einsetzbar und stellen somit für ihre Kunden ein geringeres Investitionsrisiko dar. Außerdem lassen sich mit dem flexiblen, XML-basierten Datenformat auch sehr komplexe Tarif- und Vertriebsstrukturen einfach abbilden, wodurch die Implementierungszeiten sinken.

An den Messeständen von AMCON, highQ und krauth technology auf der IT-Trans 2016 können sich Interessenten von Anwender- wie Herstellerseite ausführlich über HUSST informieren.

 

Mehr zum Thema HUSST finden Sie unter: www.husst.de