30.11.2020 09:00

Ein Praktikant mit Branchenkenntnis

Eigenes Praktikantenprogramm für Sebastian Knopf aus Pforzheim

Lesezeit: 5:00 Minuten

Sebastian Knopf hat uns auf der IT-TRANS 2018 kennengelernt und unseren Entwicklungsleiter Sebastian Schnieder in ein Fachgespräch verwickelt. Am Ende des Gesprächs stand dann die Frage nach einem Praktikum bei uns im Raum.

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Sebastian Knopf studiert Verkehrssystemmanagement mit Schwerpunkt Informatik an der Hochschule Karlsruhe. Mit dem Studium ist er fast fertig und die Abgabe der Bachelorarbeit – die sich mit der UI-Konzeption (User Interface, zu Deutsch: Benutzeroberfläche) einer mobilen Anwendung für Zugbegleiter beschäftigt – steht kurz bevor. Trotzdem ist jetzt für ihn der perfekte Zeitpunkt, um vor dem Eintritt in die Arbeitswelt ein Praktikum in einem Softwareunternehmen zu absolvieren. Neben dem Studium arbeitet Sebastian in einem Verkehrsunternehmen und hat sogar einen Lokführerschein.

Das wichtigste in Kürze:

Natürlich sind alle unsere Praktikanten großartig, interessiert und individuell. Einer sticht allerdings heraus: Unser Praktikant Sebastian Knopf studiert Verkehrssystemmanagement mit Schwerpunkt Informatik in Karlsruhe und hat uns 2018 auf der IT-TRANS kennengelernt. Nun, zum Ende seines Studiums, hat er ein Praktikum bei uns gemacht, um herauszufinden, ob ihm die Arbeit in einem Softwareunternehmen aus dem ÖPNV-Bereich Spaß machen könnte. Bisher hat der Student eher Berufserfahrung im öffentlichen Dienst gesammelt und besitzt sogar einen Lokführerschein.


Praktikanten-Programm mal anders

In der Regel absolvieren Praktikanten bei uns ein Programm, in dem sie erste Erfahrungen in der Softwareentwicklung sammeln, weil sie sich grundsätzlich dafür interessieren, was ein Softwareentwickler macht. Sebastian hat durch sein Studium mehr Vorwissen, als ein Schülerpraktikant und dementsprechend hat unser Ausbildungsleiter Rolf das Programm im Vorfeld seinen Fähigkeiten angepasst. „Die Arbeit im öffentlichen Dienst ist mir durch meine vorherigen Tätigkeiten bereits bekannt, aber ich wollte vor dem Ende des Studiums herausfinden, ob das wirklich etwas für mich ist, oder ob mir die Softwareentwicklung im Mobilitätsbereich auch Spaß macht“, fasst Sebastian seine Erwartungen zusammen. Um auf Sebastians Wünsche und Interessen einzugehen, hat Rolf sich mit Fachkollegen aus dem Vertrieb, der Projektleitung und mit den Produktmanagern zusammengesetzt, um ein individuelles Programm für Sebastian zu entwickeln, damit er in den 2 Wochen möglichst viel kennenlernt und Erfahrungen mitnimmt.

Angehender ÖPNV-Experte trifft auf AMCON-Spezialisten

In den ersten Tagen hat Sebastian viele Fachgespräche, unter anderem mit unserem Vertriebsinnendienst-Kollegen Alexander, unserem Produktmanager für Buslösungen Alex und mit unserem Tarifexperten Fabian, geführt. „Ein besonderes Highlight war für mich die UI-Entwicklung. Das habe ich so tiefgreifend im Desktop-Bereich noch nie betrieben und es war sehr interessant mehr zu diesem Thema zu erfahren und selbst auszutesten“, so Sebastian. Nachdem er sich in der ersten Woche auch intensiv mit unserem Geschäftsführer Olaf zum Thema HUSST ausgetauscht hat, beschäftigte er sich im weiteren Verlauf des Praktikums mit der Arbeit an einem HUSST-Test-Programm. HUSST ist die herstellerunabhängige Standardschnittstelle, die AMCON gemeinsam mit einigen Mitbewerbern der ÖPNV-Branche entwickelt hat, damit Daten zwischen den Geräten unterschiedlicher Hersteller einfacher ausgetauscht werden können. Da sowohl das technische Knowhow als auch Interesse bei Sebastian vorhanden war, legte er in der zweiten Praktikumswoche den Grundstein für die Gültigkeitstests, mit denen Gültigkeitsregeln und Parameter eines Tarifs mit dem HUSST-Test-Programm geprüft werden können.

Fazit nach zwei Wochen bei AMCON in Cloppenburg

„Das war wirklich eine interessante Erfahrung und ich kann mir nun auch sehr gut vorstellen, in diesem Bereich zu arbeiten. Es hat mich also eher darin bestärkt, dass sowohl die Arbeit bei einem Verkehrsunternehmen als auch die Arbeit bei einem Softwarehersteller für die ÖPNV-Branche genau das richtige für mich sein kann“, fasst Sebastian seine 2 Wochen in Cloppenburg zusammen. So stehen dem angehenden Bacheloranden alle beruflichen Türen offen und auch wir hätten nichts dagegen, wenn er seinen Wohnsitz nach Cloppenburg verlagert und wir ihn offiziell in unser Team aufnehmen könnten. Davon mal ganz abgesehen hat er sich innerhalb kürzester Zeit mit dem Verkehrssystem in unserem Landkreis vertraut gemacht und sich auch einige Nachbarorte angesehen. „Sebastian war ein sehr interessierter Praktikant und ich fand es klasse, dass wir uns auf dieser fachlichen Ebene austauschen konnten. Er hat Impulse geliefert und für sich Erkenntnisse mitgenommen, die ihn im besten Fall bei der Berufswahl unterstützen“, fasst Olaf Clausen die Zusammenarbeit mit Sebastian zusammen.


Fall Ihr Euch auch für ein Praktikum bei AMCON interessiert, meldet Euch gerne und schicke eine Mail an bewerbung@amcongmbh.de oder ruft uns an unter 04471 91420. Wir gehen gerne auf Eure individuellen Wünsche ein, egal ob Ihr Interesse an besonderen Bereichen in der Softwareentwicklung habt (UI-Entwicklung, Java, C# und vieles mehr) oder auch im Bereich ÖPNV und Mobilität. 

Drei Fragen an Ausbildungsleiter Rolf:


Wie hast Du das Praktikantenprogramm angepasst, um möglichst viele Interessen von Sebastian abzudecken?

Rolf: Da Sebastian sowohl an Informatik als auch an Mobilität interessiert ist und viel Fachwissen mitbringt, haben wir diese zwei Wochen so agil wie möglich gestaltet. Die erste Woche diente der Orientierung und in der zweiten Woche haben wir die Themen vertieft, die ihn besonders interessiert haben. 


Wie sah das konkret aus? 

Rolf: In den ersten Tagen hat Sebastian Fachgespräche mit unseren Projektleitern und Produktverantwortlichen zu Themen, wie Buslösungen und Tarifen geführt und ausführlich mit Olaf über HUSST und Herausforderungen im ÖPNV diskutiert. Da ihn HUSST besonders interessiert, haben wir eine konkrete Problemstellung aus dem HUSST-Umfeld identifiziert, die er in Eigenverantwortung umsetzen konnte.


Bekommen alle Praktikanten bei uns individuelle Praktikantenprogramme?

Rolf: Das hängt natürlich von den Interessen und dem Vorwissen der Praktikanten ab. In der Regel haben wir Schülerpraktikanten, die sich in erster Linie für die Softwareentwicklung interessieren und weniger Vorwissen mitbringen. Wenn sich jemand konkret für ein Thema wie bspw. Webentwicklung, die Entwicklung mobiler Apps oder Lust hat spezielle Programmiersprachen (Java, C# usw.) kennenzulernen, dann gehen wir gerne auf die individuellen Wünsche ein.


Diesen Artikel teilen: