eTicketing für einfachen Zugang zum ÖPNV

VDV-KA-eTicketing oder proprietäres eTicketing? Beides ist möglich!

eTicketing-Systeme bieten Verkehrsunternehmen zahlreiche Vorteile: der teure Einsatz von Bargeld lässt sich reduzieren, die Fälschungssicherheit verbessert sich erheblich und Vertriebsprozesse laufen deutlich effizienter ab. eTicketing ermöglicht außerdem einen Verkauf von Fahrscheinen über einen weiteren Vertriebskanal und senkt die Zugangsbarrieren für die ÖPNV-Nutzung bei den Fahrgästen.

Nutzen für die Fahrgäste und Anbindung an das UFHO-Hintergrundsystem

Die Tariflandschaft in Deutschland ist sehr unübersichtlich und viele Fahrgäste möchten sich nicht mit den Tarifen und Verbindungen auseinandersetzen, vor allem dann nicht, wenn sie Gelegenheitsfahrten machen. Aus diesem Grund hat der Verband der deutschen Verkehrsunternehmen (VDV) das (((eTicket Deutschland ins Leben gerufen. Der kundenorientierte Lösungsansatz basiert dabei auf einem einheitlichen, elektronischen Ticketsystem.
Verkehrsunternehmen können ihren Fahrgästen unterschiedliche Ticketoptionen anbieten. Ganz klassisch kann der Fahrgast seine Wochen- oder Monatskarte als eTicket über Apps oder in Form einer Karte mit RFID-Chip für einen bestimmten Geltungsbereich erwerben.
Die Abrechnung erfolgt automatisch, bargeldlos und sicher. Funktionen wie Rabattaktionen, Zutrittsberechtigungen für ausgewählte Einrichtungen (beispielsweise Tourismus via eTicket) lassen sich ebenfalls in das eTicket integrieren.

Integration von eTicketing in Check-In/Be-Out- Systeme

Die Anbindung der eTicket-Systeme an CiBo -Lösungen ist ebenfalls ein stark nachgefragtes Thema in der ÖPNV-Branche. Durch die Integration der Systeme in bestehende Apps und den Einsatz unterstützender Hardware im Fahrzeug können sich Fahrgäste mit der CiBo-Lösung bei Fahrtantritt einchecken und müssen beim Ausstieg nichts weiter machen. Das sorgt für eine entspannte und benutzerfreundliche Fahrt mit dem ÖPNV und maximale Flexibilität bei den Fahrgästen.
Darüber hinaus wäre es auch möglich, die Gültigkeit des eTickets auf eine bestimmte Zeitspanne zu beschränken. Der Fahrgast würde sich bei dieser Variante beim Einstieg mit dem eTicket einchecken und könnte dann 90 Minuten fahren bis das aktivierte Ticket seine Gütigkeit verliert. Diese Variante haben wir bereits im Westfalentarif umgesetzt.
Durch die Anbindung an das UFHO-Hintergrundsystem können personenbezogene Daten – unter Berücksichtigung aktuell gültiger Datenschutzbestimmungen – verarbeitet und die Abrechnung veranlasst werden. Das Tarifmodul im UFHO-Hintergrundsystem ist sehr umfangreich und bietet vielfältige Editiermöglichkeiten. Es erfolgt außerdem eine Plausibilitätsprüfung und Fremdsysteme können über die herstellerunabhängige Standardschnittstelle HUSST mit Tarifdaten versorgt werden.